Erfahrungsbericht Fachklinik Maria

Erfahrungsbericht einer Mütterkur

Nach mehr als einem halben Jahr Corona-Ausnahmezustand mit zwei Kita-Kindern wurde mir immer klarer: Ich brauche Erholung – ohne Familie. Mit der Verordnung der Hausärztin und der Zustimmung der Beihilfe organisierte mir das Sozialwerk.Bund schnell und unbürokratisch einen Platz in der Fachklinik Maria am Meer auf Norderney. Die Klinik bietet Rehabilitationen und Vorsorge für Frauen in Familienverantwortung an, die im Alltag sehr beansprucht sind. Dank der Unterstützung meines Mannes und dem Rest meiner Familie konnte ich die Kur trotz Lockdown antreten.

Bereits die Anreise trug zur Erholung bei: Leere, pünktliche Züge und eine knappe Stunde Fährüberfahrt entschleunigten und verschafften den nötigen räumlichen Abstand vom Alltagsstress. Am Fähranleger wartete dann der Sonderbus der Klinik auf uns anreisende Frauen.

Das Einchecken in der Klinik war professionell und kontaktarm organisiert. Mit der Ankunft erhielt jede Frau medizinische Masken, Desinfektionsmittel und Vorgaben zu den geltenden Coronaregelungen des Hauses. In allen gemeinschaftlich genutzten Bewegungs- und Aufenthaltsräumen sowie auf allen Fluren herrschte Maskenpflicht, zudem wurde dort regelmäßig ausgiebig gelüftet. Auch wenn es dadurch häufig kühl bei Kursen oder beim Essen war, trug es doch dazu bei, dass alle sich gut aufgehoben und sicher fühlten.

Große Kraftanstrengung war nötig, um alles unter einen Hut zu bringen und nicht daran zu verzweifeln. Dazu kamen auch finanzielle Sorgen, vor allem dann, wenn der Partner von heute auf morgen in Kurzarbeit geschickt, schlimmstenfalls gekündigt wurde.

Dazu beigetragen hat sicherlich auch die Aufteilung in kleinere Gruppen von
max. 10 Frauen. Jede Gruppe war auf einem eigenen Flur mit Aufenthaltsraum und Teeküche untergebracht. Zudem fanden Therapien wie Qigong, Nordic Walking, Beckenbodengymnastik wie auch die Mahlzeiten in diesen festen Gruppen statt.

Zwar war die Vielfalt der Therapieangebote coronabedingt etwas eingeschränkt, aber die Auswahl reichte trotzdem von Einzelberatung und Gesprächsgruppen über Sport, Atem- und Entspannungsübungen sowie Meditationen bis zu Stadtrundgängen. Viele Therapien wurden nach draußen an den Strand verlegt. Bei Meeresrauschen, Sonnenschein oder auch Schneefall und mit einer salzigen Meeresbrise um die Nase waren die Anwendungen ein wunderbares Erlebnis.

Das besondere Angebot der Klinik war sicherlich die Klimareiztherapie. Zwar hatte ich schon davon gehört, dass an der Nordsee Reizklima herrscht, hatte mir über diese Therapieform jedoch im Vorfeld keine weiteren Gedanken gemacht. Allerdings hätte ich vermutlich sowieso nicht geglaubt, dass ich im Winter bei Temperaturen von –1 Grad in Meerwasser trete oder gar baden gehe – und das freiwillig und mit Spaß an der Sache! Für mich eine ganz besondere und unvergessliche Erfahrung, die mich auch daheim in den Alltag begleitet hat.

Die Kur war für mich gerade auch wegen der Corona-Belastungen der vergangenen Monate ein großer Erfolg. Sie war genau das Richtige, um mich wieder auf mich zu besinnen und mich langanhaltend zu erholen.

Anfrage

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Kurzfristig frei gewordene Unterkünfte:

Norderney FeWo bis 5 Pers. 12.11.-30.11.22
Brixen/Südtirol FeWo bis 5 Pers. 12.12.-27.12.22
Norderney FeWo bis 6 Pers. 19.12.-29.12.22
Immenhus/Sylt App bis 3 Pers. 27.12.22-07.01.23
Raanhus/Sylt App bis 4 Pers. 27.12.22-06.01.23